Johannes Plansky
Ein Jubiläumsfestes mit vielen Gläubigen und Vereinen, zu dem auch ein neuer Kirchenführer erschienen ist und die neue Orgel eingeweiht wurde.
Einen beeindruckenden Festtag konnte jetzt die Pfarrei Ulbering begehen: das 100-jährige Bestehen des Kirchengebäudes. Ein feierlicher Gottesdienst, zelebriert von Dekan Joachim Steinfeld, eröffnete den Jubiläumstag. Dabei betonte der Geistliche nach einer herzlichen Begrüßung aller Gläubigen in seiner Predigt, dass es den damaligen Menschen in der schwierigen Nachkriegszeit wohl alles abverlangt habe, dieses Gebäude zu errichten. Als Symbol für die damalige Arbeitsleistung zeigte er eine Maurerkelle: „Heute wie damals haben wir den Wunsch nach einem Ort, an dem der Mensch erfahren kann, dass Gott da ist. Unsere Vorfahren wollten damals einen solchen Ort. Und damit haben sie uns mehr hinterlassen als nur ein Kirchengebäude. Vor 100 Jahren brauchte es Menschen, die die Kirche erbaut haben, und seither braucht es Menschen, die die Kirche mit ihren Gebet erfüllen. Und so ist die Ulberinger Kirche seit 100 Jahren ein sichtbares Zeichen der Einladung Gottes an uns Menschen, zu ihm zu kommen: Denn Gott lädt uns alle ein an seinen Tisch.“
Nach der Predigt weihte Dekan Joachim Steinfeld die neue elektronische Orgel mit den Worten ein: „Die Menschen erfüllen die Kirche mit ihrem Gebet, und die Orgel begleitet diese Gebete mit ihrem Klang zum Lobe Gottes.“
Während der Eucharistiefeier stimmte der Kirchenchor unter Leitung von Christine Ortmaier das wunderbare „Ave Verum Corpus“ von Wolfgang Amadeus Mozart an, begleitet an der neuen Orgel vom Organisten Engelbert Wallner, der es während des gesamten Gottesdienstes – wie sonst auch immer – hervorragend verstand, die vielfältige und beeindruckende Klangfülle des Instruments hervorzuheben.
Am Schluss des Gottesdienstes dankte Pfarreiausschuss-Vorsitzender Matthias Adam zusammen mit Dekan Joachim Steinfeld allen, die zur Vorbereitung und Durchführung dieses Jubiläumstages beigetragen hätten: dem Kirchenchor und Engelbert Wallner für die musikalische Gestaltung, Beate Weiß für den herrlichen Blumenschmuck mit Unterstützung durch Blumenspenden, der Mesnerin und den Ministranten sowie allen, die sich rund um diese Feier gesorgt hatten.
Nach einem langen Prozessionszug aller Gläubigen und der Vereine mit Fahnen- Abordnungen, angeführt von den Wittibreuter Musikanten, von der Kirche durch die Ortschaft hinaus zum Kriegerdenkmal und dann zum Schützenhaus folgte dort nach einem gemeinsamen Mittagsmahl eine Feierstunde, in der Matthias Adam vor allem auf das sehr informative und neu erschienene Kirchenführer-Büchlein hinwies. Dekan Joachim Steinfeld gab auch einen historischen Überblick zu den Kirchenbau-Aktivitäten in Ulbering von 1891 bis heute (siehe auch Tabelle) und dankte allen, die sich rund um die Kirche bemühen: der Kirchenverwaltung, dem Pfarreiausschuss, allen voran mit dem Sprecher Matthias Adam, und den vielen Helfern.
Kirchenpfleger Roland Plansky wies auf die enorme Leistung der Menschen vor 100 Jahren hin, die ohne moderne Technik dieses Bauwerk realisiert hätten. Er erwähnte auch den damaligen Pfarrer Strassl, der federführend den Bau betreute und schloss mit den Worten „Ulbering mit seiner Kirche ist eine besondere Ortschaft.“
Bürgermeisterin Christine Moser warf einen Blick aus der Historie hinein in die Zukunft: „Was wir aus der Vergangenheit lernen: Schwierige Zeiten, wie damals, dürfen uns nicht abhalten, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander und für die Heimat übernehmen. Das ist heute nicht anders als damals. Danke an alle, die die Kirche gebaut, gepflegt und erhalten haben.“
Claudia Pagler überbrachte noch die Glückwünsche des Gesamt-Pfarrgemeinderats im Pfarrverband und stellte fest: „Wer ein festes Fundament im Glauben hat, muss auch keine Furcht vor Veränderung haben. Ich wünsche der Kirche hier und allen Gläubigen eine gesegnete Zukunft.“
Eine Ministrantengruppe testete dann mit dem Spiel „1,2 oder 3“ das Wissen der Pfarrgemeinderäte, der Ministranten und des Dekans mit Wissens-Fragen rund um die Kirche. Einen besonderen Höhepunkt hatte dann Matthias Adam vorbereitet – als Pfarreiausschuss-Sprecher bat er Franz Wimmer, der 1935 geboren wurde, als Zeitzeugen darum, seine Eindrücke rund um die Kirche aus der damaligen Zeit zu schildern. Er war in der Kirche getauft worden, ging als Schulbub dorthin und heiratete auch in der Ulberinger Kirche. Er erinnerte sich noch an viele Details aus seiner Kindheit, nicht zuletzt an den strengen Pfarrer Strassl, aber auch an die Zeiten, in denen er selbst bei mancher Ausbesserungsarbeit mit dabei war. Wimmer hoffte zum Abschluss, dass sich auch weiterhin viele Gläubige um ihre Kirche bemühen.
Nach einem heiteren Lied des Kirchenchores brachten die beiden Thalbauer-Dirndln zwei Lieder vom „Glück“ und vom „Dahoam“ zu Gehör, Matthias Adam überreichte noch Dankes-Präsente für die Vorbereitungs-Unterstützung an Franz Wimmer, Hildegard Brandstetter und Wolfgang Hascher. Sein herzlicher Dank galt auch den Feuerwehren, dem Frauenbund, dem Pfarreiausschuss, der Kirchenverwaltung, allen Gläubigen und Helfern rund um den Festtag, Johannes Plansky und nicht zuletzt den Auerhahnschützen, die ihr Schützenheim für die Jubiläumsfeier zur Verfügung gestellt hatten.
- 1891
-
Bau einer Kapelle
- 1901
-
Gründung eines Kirchenbauvereins
- 1910
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Errichtung eines hölzernen Anbaus an der Kapelle
- 1925-1926
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Kirchenbau
- 1926
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Weihe und Einbau der Glocken (zu Kriegszwecken 1941 entfernt)
- 1931
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Aufstellen des Hochaltars und der Seitenaltäre
- 1947
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Fertigstellung der Kunstmaler-Arbeit
- 1951
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Weihe der neuen Glocken
- 1953
-
Weihe der Orgel
- 1993
-
Weihe des neuen Volksaltars
- 2005/2006
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Innenrenovierung
- 2024
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Installation einer elektronischen Kirchenorgel
Wolfgang Hascher
Neuer Kirchenführer im Vorfeld erschienen
Ein besonderes Jubiläum kann die Pfarrgemeinde Ulbering feiern: das 100-jährige Bestehen ihres Kirchengebäudes mit seiner Widmung „St. Maria Patrona Bavariae“ an die Heilige Maria, die Schutzpatronin Bayerns. Auftakt des Jubiläums ist am Sonntag, 11. Oktober, um 10.15 Uhr eine feierliche Messe mit Dekan Joachim Steinfeld, der im Rahmen des Gottesdienstes auch die neue Orgel einweihen wird.
Das Motto dieses Festtages „Wer glaubt, ist nie allein“ ist abgeleitet aus einem Zitat von Papst Benedikt XVI. Und es beschreibt dabei nicht nur den Glauben der vergangenen 100 Jahre, sondern auch die Geschichte des Kirchenbaus selbst. Denn die Errichtung der für Ulbering verhältnismäßig großen Kirche war alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Gebaut wurde das Gotteshaus in der Zeit zwischen den Weltkriegen und kurz nach der Hyperinflation. Die wirtschaftlichen und materiellen Möglichkeiten der Bevölkerung waren damals äußerst begrenzt.
„Dass es den Menschen in Ulbering dennoch gelang, ein solches Kirchengebäude zu errichten, grenzt rückblickend fast an ein Wunder. Es war eine gemeinsame Kraftanstrengung der damaligen Bevölkerung und zugleich ein sichtbares Zeichen ihres Glaubens und ihres Zusammenhalts“, so Pfarreisprecher Matthias Adam anlässlich der Fest-Vorbereitungen. Und Dekan Joachim Steinfeld ergänzt: „Immer schon prägt die Kirche das Ortsbild von Ulbering und ist weit mehr als ein historisches Bauwerk. Sie ist seit einem Jahrhundert Mittelpunkt des kirchlichen Lebens und ein Ort, an dem Generationen von Menschen gemeinsam Gottesdienst gefeiert, gebetet und besondere Momente des Lebens begangen haben. Das Jubiläum der Kirche St. Maria Patrona Bavariae macht also deutlich, dass das Gotteshaus nicht allein durch seine Mauern Geschichte geschrieben hat. Es sind vor allem die Menschen, die es über Generationen hinweg mit Leben erfüllt haben.“
Der Jubiläumstag beginnt am Sonntag, 11. Oktober, um 10.15 Uhr mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Kirche. Ein besonderer Höhepunkt ist dabei die Einweihung der neuen elektronischen Orgel, die bereits 2024 eingebaut wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Kirchenzug mit musikalischer Begleitung durch die Wittibreuter Musikanten vorgesehen. Danach geht es zum Jubiläums-Empfang ins Schützenhaus.
Passend zum 100-jährigen Bestehen wurde auch ein neuer Kirchenführer im Schnell & Steiner-Verlag erstellt. Er bietet einen kompakten Überblick über die Geschichte Ulberings und beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Kirchenbaus. Neben einer kurzen Ortsgeschichte enthält der Kirchenführer Informationen zur Baugeschichte sowie eine Beschreibung des Gotteshauses und seiner architektonischen Besonderheiten. Das erste Exemplar wurde von Pfarreisprecher Matthias Adam und dem Kirchenpfleger Roland Plansky nun an Dekan Joachim Steinfeld übergeben. Damit liegt zum Kirchenjubiläum auch eine dauerhaft verfügbare Dokumentation über die Geschichte und Bedeutung der Ulberinger Kirche vor. Der Kirchenführer kann in der Kirche, im Pfarramt oder über das Internet erworben werden.
„Dass es den Menschen in Ulbering dennoch gelang, ein solches Kirchengebäude zu errichten, grenzt rückblickend fast an ein Wunder. Es war eine gemeinsame Kraftanstrengung der damaligen Bevölkerung und zugleich ein sichtbares Zeichen ihres Glaubens und ihres Zusammenhalts.”
Dekan Joachim Steinfeld ergänzt: „Immer schon prägt die Kirche das Ortsbild von Ulbering und ist weit mehr als ein historisches Bauwerk. Sie ist seit einem Jahrhundert Mittelpunkt des kirchlichen Lebens und ein Ort, an dem Generationen von Menschen gemeinsam Gottesdienst gefeiert, gebetet und besondere Momente des Lebens begangen haben. Das Jubiläum der Kirche St. Maria Patrona Bavariae macht also deutlich, dass das Gotteshaus nicht allein durch seine Mauern Geschichte geschrieben hat. Es sind vor allem die Menschen, die es über Generationen hinweg mit Leben erfüllt haben.“
Der Jubiläumstag beginnt am Sonntag, 11. Oktober, um 10.15 Uhr mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Kirche. Ein besonderer Höhepunkt ist dabei die Einweihung der neuen elektronischen Orgel, die bereits 2024 eingebaut wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Kirchenzug mit musikalischer Begleitung durch die Wittibreuter Musikanten vorgesehen. Danach geht es zum Jubiläums-Empfang ins Schützenhaus.
Passend zum 100-jährigen Bestehen wurde auch ein neuer Kirchenführer im Schnell & Steiner-Verlag erstellt. Er bietet einen kompakten Überblick über die Geschichte Ulberings und beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Kirchenbaus. Neben einer kurzen Ortsgeschichte enthält der Kirchenführer Informationen zur Baugeschichte sowie eine Beschreibung des Gotteshauses und seiner architektonischen Besonderheiten. Das erste Exemplar wurde von Pfarreisprecher Matthias Adam und dem Kirchenpfleger Roland Plansky nun an Dekan Joachim Steinfeld übergeben. Damit liegt zum Kirchenjubiläum auch eine dauerhaft verfügbare Dokumentation über die Geschichte und Bedeutung der Ulberinger Kirche vor. Der Kirchenführer kann in der Kirche, im Pfarramt oder über das Internet erworben werden.
Wolfgang Hascher



