Eindrücke und Angebote im Advent aus den Pfarreien im Pfarrverband
Familienadventsandacht
„Lichter in der Nacht“ in der Kirchberger Pfarrkirche
Eine Familienadventsandacht zum Thema „Lichter in der Nacht“ fand am frühen Freitagabend vor dem 3. Advent in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Kirchberg statt. Der Familienausschuss des Gesamtpfarrgemeinderates Simbach unter Leitung von Martina Fischer hatte diese besinnliche Stunde mitten im Advent vorbereitet. Stimmungsvoll war die Kirche mit Kerzen und Lichterketten beleuchtet. Anrührend war die musikalische Gestaltung durch den Kinder- und Jugendchor Kirchberg und den Erlacher Kindersingkreis. Die Erlacher Kinder unter Leitung von Helena Schwarz sangen zur Einstimmung das Lied „Meine kleine Kerze“. Pastoralreferent Martin Eibelsgruber betete mit den Mitfeiernden. „Die Sehnsucht nach Licht ist immer da. Jetzt, wo die Tage kürzer werden, wird der Ruf nach Menschen lauter, die uns das Licht der Hoffnung schenken“, sagte er und führte zur Überlegung hin, was das Leben von Menschen dunkel machen kann. Dafür wurden symbolisch schwarze Tücher ausgelegt. Begleitet von kleinen Mädchen kam Selina Fischer als „heilige Lucia“ durch den Mittelgang des Hauptschiffes der Kirche nach vorne und es wurde folgende Legende erzählt: „Lucia bedeutet „die Lichtreiche“. Lucia lebte um 300 n. Chr. in Süditalien. Christen wurden damals verfolgt und eingesperrt, versteckten sich in Höhlen, wenn sie sich treffen wollten, um miteinander zu beten. Lucia war selbst Christin und unterstützte die Menschen, die in Not waren. Um die Hände frei zu haben, um zu helfen, hatte sie sich einen Kranz mit Kerzen auf den Kopf gesetzt. Lucia war Licht für andere“. Der Kirchberger Kinder- und Jugendchor mit musikalischer Leiterin Gudrun Wachter brachte das Lied „Ein Licht leuchtet auf in der Dunkelheit“ dar. Nach einem Schriftwort wurden Ideen gesammelt, wie man selbst Licht für die Mitmenschen sein kann. Sinnbildlich wurden dafür Sterne auf die schwarzen Tücher gelegt. Bei den Fürbitten wurden Kerzen angezündet und ebenfalls auf die Tücher gestellt. „Sterne hoch am Himmelszelt“, „Licht der Liebe“ oder „Mache dich auf und werde Licht“ wurden unter anderem von den Chören gesungen. Pastoralreferent Martin Eibelsgruber richtete einen Ausblick auf das nahe Weihnachtsfest und gemeinsam wurde das Vaterunser gebetet. Nach dem Schlusssegen waren alle zu Punsch und Lebkuchen eingeladen. Es war eine ganz besondere Familienadventsandacht, die mit den vielen Lichtern in dunkler Nacht, den Gebeten und Überlegungen und den schönen Liedern der Kinder und Jugendlichen aus Kirchberg und Erlach die Mitfeiernden sehr berührte.
Text: Christina Schmid
1. Adventssonntag
Dreifaltigkeit
Am 1. Advent beginnt nicht nur die Vorbereitung auf Weihnachten, sondern auch ein neues Kirchenjahr. Stadtpfarrer Joachim Steinfeld feierte mit den Gläubigen in der Dreifaltigkeitskirche den sonntäglichen Gottesdienst, segnete eingangs den von Mariele Dauer gebundenen Adventskranz, der neben dem Altar platziert ist, und entzündete die erste Kerze. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“ sang die Gemeinde zum Orgelspiel von Matthias Klingwarth. „Kleidung hat einen Einfluss auf unsere Stimmung und im Sommer war der Trend nach der Pandemie sehr farbenfroh. Was hat nun der 1. Adventsonntag mit den Modetrends des letzten Sommers zu tun?“, überlegte Stadtpfarrer Joachim Steinfeld und nahm Bezug auf die klaren Anweisungen des Apostel Paulus. „Wir erhalten Tipps, die unter die Haut gehen, die nicht nur einen Sommer modern sind“, betonte Steinfeld. Weiter ging er auf global ausschweifendes Wohlstandsleben und extremer Armut auf der anderen Seite ein, nannte Machtgelüste, Streit und Eifersucht, welche zu Kriegen führen, Klimasituation und Inflationskrise. „Das Dunkle in unserer Welt fordert Tribute, die Blindheit der Nacht ist in unserem Alltag greifbar. Es ist Zeit, dass es Tag wird, und Paulus rät uns, die Werke der Finsternis abzulegen und die Waffen des Lichtes anzuziehen und meint damit die Liebe. Die Kleidung der Liebe ist gut zu tragen, steht und stärkt uns, gibt uns Selbstwertgefühl und Haltung und das nicht nur für eine Saison, sondern zeitlos“, so der Stadtpfarrer. Am Christkönigsfest wurden in der Stadtpfarrkirche St. Marien die neuen Ministranten im Pfarrverband Simbach eingeführt. In der Pfarrei Dreifaltigkeit stellte er die neue Ministrantin Ena Rimac vor und hängte ihr die Ministrantenplakette um. Im Kirchenvorraum boten Pfarreisprecherin Claudia Pagler und die Pfarrgemeinderätinnen Rosi Angerer, Judith Reinhard, Elfriede Schreiner und Christina Schmid einen kleinen Adventsbasar mit selbstgemachten Plätzchen, Rotweinkuchen, Basteleien und Zeichnungen sowie zahlreiche Gläser gefüllt mit „Pfarrermarmelade“, zubereitet von Pfarrer i.R. Max Pinzl, an.
Text und Bilder: Christina Schmid