Regionalkantor

Martin Eibelsgruber am 14.02.2022

Regionalkantor

Christian Debald hat seine Stelle als Regionalkantor im Dekanat und Pfarrverband angetreten. Hier stellt er sich vor.

Ich wur­de am 15. März 1982 in Völk­lin­gen, einer Stadt in der Nähe von Saar­brü­cken, gebo­ren. Ich wuchs mit mei­nem Bru­der Mar­tin in Bous, bei Saar­lou­is, auf, lern­te zuerst Flö­te, Akkor­de­on und Orgel und stu­dier­te an der Musik­hoch­schu­le des Saar­lan­des kath. Kir­chen­mu­sik auf Diplom.

Mit vie­len Fort­bil­dun­gen gera­de im Bereich Sin­gen mit Kin­dern” wie bspw. JEKISS oder der WARD-Metho­de, Gre­go­ria­nik und NGL berei­cher­te ich mein künst­le­ri­sches Kön­nen. Ich lei­te­te ver­schie­de­ne Män­ner­chö­re, gemisch­te Chö­re und ein Akkor­de­on­or­ches­ter und unter­rich­te­te für ver­schie­de­ne Musik­schu­len und mach­te auch musi­ka­li­sche Früherziehung.

Seit dem 1. Janu­ar 2000 arbei­te ich haupt­be­ruf­lich als Kir­chen­mu­si­ker — und damals noch Küs­ter — ange­fan­gen in Dil­lin­gen (Saar), zuletzt in Alt-Saar­brü­cken. Die letz­ten sechs Jah­re war ich als GdG-Musi­ker” im Bis­tum Aachen tätig, war vom Kin­der­gar­ten bis zum Senio­ren­heim für alles in der Pfar­rei zustän­dig. Neben­bei unter­rich­te­te ich und lei­te­te ver­schie­de­ne (Gospel-)Chöre.

Ich freue mich auf mei­nen Dienst bei und mit Ihnen allen und bie­te Ihnen ger­ne an, jeder Zeit mit Wün­schen und Vor­schlä­gen zu mir zu kom­men. Soll­te mal das ein oder ande­re Lied in der Mes­se erklin­gen, was Sie (oder ich) nicht ken­nen, so sehen es mir als Zuagro­astn” bit­te nach und las­sen Sie uns dar­über reden! Wir kön­nen bestimmt viel von­ein­an­der lernen.

Auch wenn mei­ne Frau Mar­ti­na und ich noch nicht direkt vor Ort woh­nen, so ist unse­re Tür den­noch stets offen und ein Bier/​Kaffee/​Tee und offe­nes Ohr steht immer bereit.

Christian Debald 3

Christian Debald

Regionalkantor/Dienstsitz: Simbach am Inn

"Kirchenmusik muss lebendig sein"

Zeitungsartikel zur Amtseinführung von Christian Debald

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Am Portal einer seiner neuen Wirkungsstätten, der Kirche St. Marien in Simbach, begrüßte Dekan Joachim Steinfeld (rechts) den neuen Regionalkantor Christian Debald.
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Der neue Regionalkantor Christian Debald erprobte bei seiner Begrüßung durch Dekan Joachim Steinfeld in Simbach gleich die Orgel in St. Marien.

Mit den Wor­ten Wir sind sehr froh, Sie hier bei uns zu haben“ begrüß­te Dekan Joa­chim Stein­feld in Sim­bach den neu­en Regio­nal­kan­tor Chris­ti­an Debald, und wei­ter erläu­ternd: Hier ist zwar sein Haupt-Dienst­sitz, den­noch wird er sich in den Pfarr­ge­mein­den des gan­zen Deka­nats und auch in sozia­len Ein­rich­tun­gen um vie­le musi­ka­li­sche Belan­ge küm­mern“, so Joa­chim Stein­feld, der auch erläu­ter­te, dass man sich sehr lan­ge nach dem Weg­gang des frü­he­ren Regio­nal­kan­tors Ste­phan Thin­nes im Jah­re 2020 um die Neu-Beset­zung die­ser Stel­le bemüht habe. Umso mehr freue man sich, dass die Kir­chen­mu­sik im Deka­nat nun wie­der einen aus­ge­wie­se­nen Fach­mann an der Spit­ze habe.

Nun freue ich mich sehr auf die Arbeit hier im Deka­nat Sim­bach“, erläu­ter­te Chris­ti­an Debald, zumal ich auch den Anreiz hat­te, mich in die­ser wun­der­schö­nen Gegend nie­der­zu­las­sen.“ – Zwar wohnt der neue Regio­nal­kan­tor der­zeit in Köß­larn, gleich­zei­tig ist er aber noch auf der Suche nach einem Wohn­stand­ort in der nähe­ren Umge­bung Simbachs. 

Als ers­te Tätig­keit seit sei­nem Amts­an­tritt Anfang Febru­ar hielt er eine Chor­pro­be in Sim­bach zusam­men mit dem Kirch­ber­ger Chor für die Licht­mess-Fei­er ab. Er plant nun ver­schie­de­ne Tref­fen mit Chö­ren, Chor­lei­tern und Orga­nis­ten. Man­che hat er schon kon­tak­tiert und für die von ihm dabei vor­ge­stell­ten Pro­jek­te auch schon posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen bekom­men. Da er sehr viel Erfah­rung auch mit Musik bei den Kleins­ten hat, möch­te er auch mit Kin­der­gär­ten und Grund­schu­len in Kon­takt tre­ten. Geplant für den März ist auch ein Tref­fen im Deka­nat mit allen haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern, um sich, sei­ne Plä­ne und Pro­jek­te vorzustellen.

Er hat tol­le Ideen, die uns in der pas­to­ra­len Arbeit gut tun“, kom­men­tiert Dekan Joa­chim Stein­feld den Arbeits­be­ginn des neu­en Regio­nal­kan­tors, der auch die Aus- und Fort­bil­dung von ehren- und haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern im kir­chen­mu­si­ka­li­schen Bereich als Auf­ga­be haben wird. Zu einem wei­te­ren Arbeits­be­reich zählt der Orgel­un­ter­richt im Rah­men der D- und C‑Ausbildung. Zur Zeit hat Chris­ti­an Debald drei Schü­le­rin­nen aus die­sem Bereich, und er zeigt gro­ßes Inter­es­se, für das Orgel­spiel und die musi­ka­li­sche Aus­bil­dung im Bis­tum wei­te­re Schü­ler gewin­nen zu kön­nen. Der­zeit ist er befasst mit der Vor­be­rei­tung der Oster­lit­ur­gie mit den Chö­ren St. Mari­en und Kirch­berg und ent­wi­ckelt ver­schie­de­ne Kon­zep­te für die Kir­chen­mu­sik im Pfarr­ver­band. Eine klei­ne Orgel­kon­zert­rei­he Orgel­mu­sik zur Markt­zeit” star­tet jeden Sams­tag nach Ascher­mitt­woch um 10:00 Uhr in St. Marien.

Alle Pfar­rer, Orga­nis­ten und Chor­lei­ter kön­nen sich ger­ne an mich wen­den, vor allem bezüg­lich Stimm­bil­dung, Sin­gen und Pro­ben-Bera­tung kann ich vie­le Hin­wei­se geben“ meint der Regio­nal­kan­tor. Wich­tig ist vor allem das Erleb­nis, gemein­sam zu sin­gen“, stell­te er als beson­de­ren Plus­punkt des Chor­ge­san­ges her­aus, wobei wir immer dar­auf Wert legen soll­ten, dass Musik etwas Leben­di­ges für die Men­schen ist, so dass frei­lich auch Kir­chen­mu­sik aus den Berei­chen Gos­pel, Pop oder Jazz aber auch bspw. Gre­go­ria­nik gro­ße Beach­tung fin­den soll.“

Dekan Joa­chim Stein­feld freut sich beson­ders, dass zu einem der Schwer­punk­te von Chris­ti­an Debalds Arbeit auch die moder­nen Sek­to­ren der Kir­chen­mu­sik zäh­len, dazu auch die Aus­bil­dung im Bereich Orgel­spiel und Chor­ge­sang. Jeder, der es möch­te und mutig ist, darf sich bei mir gern zur Kan­to­ren-Aus­bil­dung mel­den“, meint Chris­ti­an Debald, und er erwähnt auch, dass je nach Wunsch in Kin­der­gär­ten und auch Schu­len ger­ne Tref­fen ver­ein­bart wer­den kön­nen, ent­we­der zum locke­ren Sin­gen oder auch mit Theo­rie-Antei­len ange­rei­chert. Für Kin­der ist das Sin­gen sehr wich­tig“, stellt Chris­ti­an Debald fest, man kann sich dabei selbst erken­nen, mit den ande­ren gemein­sam sin­gen, etwas mit­ein­an­der errei­chen und erhält ein sozi­al posi­ti­ves Ver­hal­ten.“ – Die­se Gesichts­punk­te sei­en vor allem für die jün­ge­re Gene­ra­ti­on der­zeit beson­ders wich­tig, wie Chris­ti­an Debald betont, denn all die­se Gemein­schafts-Aspek­te sind in der bis­he­ri­gen Coro­na-Zeit mas­siv zu kurz gekom­men. Man­che sozi­al-kul­tu­rel­len Aspek­te sei­en durch die Virus-Rand­be­din­gun­gen sogar völ­lig zer­stört wor­den. Hier möch­te ich gern mit Kin­der­gär­ten und Schu­len im musi­ka­li­schen Bereich wie­der eine Auf­wärts­ent­wick­lung anlei­ten“, so der neue Regio­nal­kan­tor über sei­ne Pläne.

Kir­chen­mu­sik gehört unbe­dingt zur pas­to­ra­len Arbeit, und ich fin­de es auch sehr gut, Kin­dern und Jugend­li­chen die Kir­chen­mu­sik näher zu bringen.”

Pfr. Joachim Steinfeld

Und auch für Got­tes­diens­te im Senio­ren­be­reich erwar­tet er einen Auf­schwung durch den neu­en Regio­nal­kan­tor. Kir­chen­mu­sik ist auch seel­sor­ge­ri­scher Auf­trag, und so sehe ich mit gro­ßer Freu­de der­zeit der Arbeit mit Herrn Debald ent­ge­gen, er ist eine musi­ka­li­sche Berei­che­rung im Pfarr­ver­band und im Deka­nat“, wie Joa­chim Stein­feld abschlie­ßend bei der Begrü­ßung des neu­en Regio­nal­kan­tors feststellte.

Zei­tungs­ar­ti­kel und Bil­der: Wolf­gang Hascher

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