
Ökumenische Inn-Segnung – „Gaben der Erde nur geliehen“
Simbach (wh). Ein inniges Gebet für die Menschen und die ganze Schöpfung verband sich auch heuer wieder mit einer Segnung des Wassers am Ufer des Inn zwischen der Straßen- und Eisenbahnbrücke in Richtung Braunau. Anwesend waren von der Geistlichkeit der Evangelisch-lutherische Pfarrer aus Simbach, Christian Muschler, der evangelische Geistliche aus Braunau, Mag. Jan Lange sowie der katholische Stadtpfarrer Joachim Steinfeld aus Simbach.
Zahlreiche Bürger hatten sich ebenfalls zu diesem Gebet für Frieden und für die Umwelt am Innufer eingefunden. Nach dem bekannten geistlichen Lied „Laudato Si“, das sich sowohl vom Titel wie auch vom Inhalt her an den Sonnengesang des Franziskus von Assisi anlehnt, eröffnete Stadtpfarrer Joachim Steinfeld die Andacht: „Ich freue mich, dass wir diese Segnung in ökumenischer Verbindung haben. Wir alle kennen die Lage unserer heutigen Zeit. Die Hitze wird stärker, die Trockenheit nimmt zu, der Klimawandel ist unübersehbar. Seit Jahrzehnten wissen wir dies. Obwohl wir schon Ende Juli rechnerisch die jährlichen Ressourcen dieser Erde für das ganze Jahr verbraucht haben, leben wir weiter im Überfluss und in einer Sorglosigkeit, die beängstigend ist. Mit der Segnung des Inns machen wir uns bewusst, dass wir eine große Verantwortung für die Schöpfung haben. Deshalb wollen wir heute dieses Verantwortungsbewusstsein stärken.

Pfarrer Christian Muschler und der Braunauer Geistliche Jan Lange beteten ebenfalls für die Erhalt der Schöpfung und für die Menschen. Christian Muschler nahm dabei Bezug auf das Lied „Großer Gott wir loben dich“: „Dieses Lied sagt, so der Geistliche, mit dem Vers: ‚Alles ist dein Eigentum‘, dass die Gaben der Erde uns nur geliehen sind: Unserer Verfügungsgewalt sind also Grenzen gesetzt. In diesem Lied heißt es außerdem: ‚Vor dir neigt die Erde sich‘ – also sind alle Kreaturen darin einbezogen, alle stehen mit Gott in Beziehung. Und so gilt Gottes Güte nicht nur den Menschen, sondern auch der ganzen Schöpfung. Möge diese Andacht unsere Verbundenheit mit dieser unserer Schöpfung stärken!“
Mit dem gemeinsam von allen Gläubigen und den drei Geistlichen gebeteten Vaterunser und dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ klang diese Andacht am Innufer aus. Die instrumentale Unterstützung hatte der Regionalkantor Christian Debald aus dem Pfarrverband Simbach mit einem Keyboard bereit gestellt.