Diözesaner Weltgebetstag für geistliche Berufungen im Dekanat Simbach

Martin Eibelsgruber am 30.04.2024

2024 04 21 Weltgebetstag fuer Berufungen03 Wolfgang Hascher
Viele Menschen hörten auch am Kirchenplatz die Glaubenszeugnisse der jungen Christen – hier das von Pastoralpraktikant Georg Bruckmaier.

Die Feierlichkeiten zum Weltgebetstag für geistliche Berufe fanden heuer im Dekanat Simbach statt. Junge Menschen haben Bekenntnisse zum Glauben dargelegt. Bischof Dr. Stefan Oster hielt eine eindrucksvolle Vesper-Predigt.

Die zen­tra­le Fei­er des Bis­tums Pas­sau zum Welt­ge­bets­tag für geist­li­che Beru­fe fand heu­er in Sim­bach statt. Orga­ni­siert wur­de die Fei­er­lich­keit, die zusam­men mit Bischof Dr. Ste­fan Oster statt­fand, vom Pas­sau­er Zen­trum für Beru­fungs­pas­to­ral in Zusam­men­ar­beit mit dem Deka­nat Sim­bach unter Lei­tung von Dekan Joa­chim Stein­feld. Ziel­set­zung ist, im Rah­men des dies­jäh­ri­gen Mot­tos Wei­ter­le­ben“, jun­ge Men­schen vor­zu­stel­len, die sich der Kir­che und dem Glau­ben in Form ihrer Lebens­füh­rung und ihres Beru­fes zuge­wandt haben.

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Ein langer Zug von Gläubigen bewegte sich beim Weltgebetstag für geistliche Berufe bei gutem Wetter von der Dreifaltigkeitskirche in Simbach in Richtung Stadtpfarrkirche St. Marien. An verschiedenen Stationen legten junge Christen Zeugnis für ihre Berufung zum Glauben ab.
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Insgesamt acht junge Christen bekannten sich bei der Feierlichkeit in Simbach zu ihrem dem Glauben zugewandten Lebens- und Berufsweg: Hier im Vordergrund Schwester Jana Stadler am Kloster der Congregatio Jesu in der Maria-Ward-Straße.
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In seiner den Menschen zugewandten Art hielt Bischof Dr. Stefan Oster inmitten der Gläubigen in der Stadtpfarrkirche St. Marien seine Predigt: „Unser aller Berufung ist es, dass wir uns auf die Reise zum Glauben und zum Herrn einlassen und auch andere einladen, mitzugehen.“
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Neben vielen anderen Vertretern der Geistlichkeit des Bistums Passau und des Dekanats Simbach und Umgebung feierten sie in der Stadtpfarrkirche St. Marien die feierliche Vesper zum Weltgebetstag für geistliche Berufe (von links): Prodekan Peter Kieweg, Pfarrer aus Ering, Diakon Dr. Anton Cuffari, Bischof Dr. Stefan Oster, Domvikar Peter Kunz und Dekan Joachim Steinfeld.
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Junge Menschen, die in Ausbildung zu einem Beruf der Kirche sind oder diese bereits abgeschlossen haben (Gemeindereferent, Priester, Diakon, Pastoralreferent, Ordensangehöriger), zusammen mit Bischof Oster, Dekan Steinfeld, Dekanatsratsvorsitzender Pagler und dem Team der Berufungspastoral
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Viele Leute kamen danach noch im Pfarrheim zusammen. Hier langjährige Ministrantin Angelika mit Bischof Oster.

Über 200 Gläu­bi­ge mach­ten sich dann, ange­führt durch die Tan­ner Herr­gotts­blä­ser und beglei­tet durch Gebe­te, die Dom­vi­kar Peter Kunz sprach, auf den Weg in Rich­tung Mari­en­hö­he zum Klos­ter der Con­gre­ga­tio Jesu in der Maria-Ward-Stra­ße. Dort nah­men Schwes­ter Jana Stad­ler und Fra­ter Ser­a­fim Becker eben­falls Bezug auf ihr – dem Glau­ben zuge­wand­tes – Leben.

Wei­ter ging der Weg, der durch die Feu­er­wehr Sim­bach und die Poli­zei gesi­chert wur­de, in Rich­tung Simon-Breu-Stra­ße, wo bei der Kin­der­arzt­pra­xis die Gemein­de­re­fe­ren­tin Nadi­ne Feucht­meir und Gemein­de­re­fe­ren­tin in Aus­bil­dung Mela­nie Lach­au­er dar­ge­leg­ten, wie sie zu ihrer Beru­fung hin zu christ­li­cher Lebens­füh­rung und der damit ver­bun­de­nen beruf­li­chen Tätig­keit gefun­den hat­ten. Beglei­tet durch gemein­sa­me Gebe­te und Mari­en­ru­fe ging es schließ­lich wei­ter zur Stadt­pfarr­kir­che St. Mari­en, wo an der Schluss-Sta­ti­on die Pas­to­ral­prak­ti­kan­ten Lukas Mixa und Georg Bruck­mai­er ihren Beru­fungs­weg schil­der­ten und aus­führ­lich begrün­de­ten, war­um sie die­se Hin­wen­dung zum Glau­ben und zur Kir­che gewählt hatten.

Unter fei­er­li­chem Glo­cken­ge­läut zogen dann alle Gläu­bi­gen, ange­führt durch Bischof Ste­fan Oster und zahl­rei­che wei­te­re Ver­tre­ter der Geist­lich­keit, in die Stadt­pfarr­kir­che St. Mari­en zur Fei­er der Ves­per ein. Musi­ka­lisch mit­ge­stal­tet und an der Orgel beglei­tet wur­de die Fei­er durch Regio­nal­kan­tor Chris­ti­an Debald und den Kir­chen­chor St. Marien.

Nach­dem ich heu­te so schö­ne Lebens­zeug­nis­se über die Beru­fung der jun­gen Leu­te gehört habe, bin ich sicher, dass der Herr alle Men­schen zum Glau­ben ruft und ermun­tert, im Glau­ben gefes­tigt weiterzuleben.”

Bischof Stefan Oster

In sei­ner Pre­digt ging der Bischof in sei­ner den Men­schen sehr zuge­wand­tem Art – näm­lich mit­ten unter den Gläu­bi­gen zwi­schen den Bank­rei­hen ste­hend – auf das Gebets­tags-Mot­to Wei­ter­le­ben“ ein: Nach­dem ich heu­te so schö­ne Lebens­zeug­nis­se über die Beru­fung der jun­gen Leu­te gehört habe, bin ich sicher, dass der Herr alle Men­schen zum Glau­ben ruft und ermun­tert, im Glau­ben gefes­tigt wei­ter­zu­le­ben. Im 19. Jahr­hun­dert hat der Herr auch jeman­den geru­fen, den wir alle ken­nen – den Bru­der Kon­rad, des­sen Todes­tag wir jetzt bege­hen. Er ging von sei­ner Hei­mat aus in die Wei­te, weil er erkann­te, dass alle Schön­heit die­ser Welt Gott als Hin­ter­grund hat. Als er ent­deck­te, wozu er beru­fen war, ging er dann in die Enge einer Klos­ter­zel­le. Alle Men­schen, die zu ihm kamen, haben ver­stan­den, dass in der Enge der Zel­le die unglaub­li­che Wei­te des Her­zens liegt. Und so ist es, dass man als Christ selbst in der engs­ten Klos­ter­zel­le eine Wei­te erlebt, die man sich sonst nicht vor­stel­len kann. Unser aller Beru­fung ist es, uns auf die­se Rei­se ein­zu­las­sen und auch ande­re ein­zu­la­den, mit­zu­ge­hen, näm­lich auf die Rei­se nach einem grö­ße­ren Leben. Gott seg­ne Sie alle und ihr Gebet.“

Zum Abschluss der Ves­per-Fei­er dank­te Dom­vi­kar Peter Kunz noch allen, die zur Gestal­tung die­ser Welt­ge­bets­tags-Fei­er und der Ves­per bei­getra­gen hat­ten: der Feu­er­wehr, den Minis­tran­ten und Mes­ne­rin­nen, der Geist­lich­keit in Sim­bach mit Dekan Joa­chim Stein­feld, Kaplan Magnus Pöschl und Pater Biju, allen das Glau­bens­zeug­nis geben­den jun­gen Men­schen, den Ordens­leu­ten, den Herr­gotts­blä­sern, dem Regio­nal­kan­tor: Durch gemein­schaft­li­ches Zutun konn­ten wir die­se Fei­er­lich­keit bege­hen, das Gan­ze auch noch tro­cke­nen Fußes trotz des April­wet­ters rundherum.“

Den Abschluss bil­de­te noch ein gemein­sa­mes Bei­sam­men­sein im Pfarr­heim neben der Kir­che, wo sich die Gläu­bi­gen noch mit allen Ver­tre­tern der Geist­lich­keit und ganz beson­ders mit Bischof Ste­fan Oster in gemein­sa­mem Gespräch bei einem Imbiss über vie­le mit dem Glau­ben ver­bun­de­ne The­men und über das christ­li­che Leben aus­tau­schen konnten.

Arti­kel: Wolf­gang Hascher

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