Nach den Schwierigkeiten, die die Corona-Krise in den zurückliegenden Jahren der schönen Tradition der Sternsinger bereitet hatte, konnten sie heuer in den sieben Pfarreien des Pfarrverbandes Simbach wieder viele Häuser und Familien besuchen. Die dabei gesammelten Spenden kommen dieses Jahr unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ den bedrohten und Not leidenden Kindern zugute.

Unterwegs waren die Sternsinger in den Tagen vor dem Dreikönigsfest, ihre Aussendung war in allen Pfarreien am 1. Januar gewesen, wo sie auch den Gottesdienst mitgestaltet hatten. Viel Organisationsarbeit wurde einerseits im Vorfeld von Pastoralreferent Martin Eibelsgruber und dann von Kaplan Magnus Pöschl geleistet, unterstützt durch die Oberministrantinnen und ‑ministranten in den einzelnen Pfarreien. Sehr wertvolle Hilfe gab es auch durch viele Eltern, die Fahrdienste geleistet haben. Und mit enormem Freizeitaufwand in den Ferien gingen die Kinder zu den Häusern, um die Spenden zu sammeln.
Zum Teil haben sich ältere Sternsinger sogar Urlaub für diese Aktion genommen. Kaplan Magnus Pöschl bemerkte zum Abschluss der Aktion am Dreikönigs-Tag: „Wir bekamen mehr Sternsinger-Gruppen zusammen als vorher gedacht. Eigentlich war für Simbach eine Anmeldung notwendig, da aber die Sternsinger so viele waren und so fleißig, konnten sie zu viel mehr Haushalten gehen.“

Die Sternsinger der Pfarreien Erlach, Sankt Marien und Dreifaltigkeit wurden im Moosbräu bewirtet, wo sie von Pater Biju begleitet wurden, auch im Gasthaus Göttler erhielten die Sternsinger eine Stärkung, begleitet von Kaplan Magnus Pöschl. Die Sternsinger aus Kirchberg wurden im Hofcafé Hadermann bewirtet. Alle Gasthäuser haben die Bewirtung gespendet, wofür ihnen von den Pfarreien und von den Betreuern im Pfarrverband herzlich gedankt wurde.
Die Rückkehr der Sternsinger wurde am Dreikönigs-Tag in den einzelnen Pfarreien gefeiert, wobei die jungen Sammler zum Teil auch als Ministranten die jeweiligen Gottesdienste mitgestaltet hatten. In einem der Gottesdienste dankte Kaplan Magnus Pöschl den jungen Helferinnen und Helfern herzlich, gleichermaßen richtete er einen großen Dank an alle Spender-Familien. Er erläuterte aber auch den Hintergrund des Hochfestes „Erscheinung des Herrn“ und berichtete über die Bedeutung des Weihrauches, der an den Tagen um dieses Dreikönigsfest ganz besonders häufig genutzt wird: „Der Weihrauch, der seit der alten Kirche fester Bestandteil der Liturgie ist, soll anzeigen, dass da, wo er aufsteigt, der Herr zugegen ist. Er gilt also als Zeichen der Anwesenheit Gottes und der Gottesherrschaft Jesu Christi. Und wenn man zu Hause in diesen Tagen den Weihrauch aufsteigen lässt, hat dies eine ähnliche Bedeutung, denn auch die Häuser sollen Orte des Herrn und des Gebetes sein.“
Text: Wolfgang Hascher