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Schritte zur Diakonenweihe

Simbach am Inn Pfarrverband am 08.01.2021

2020 12 23 Akolythat Ragaller1 info-icon-20px PV Ering
Diakonatsanwärter Andreas Ragaller mit Familie und Bischof Stefan

Simbacher Praktikant Andreas Ragaller empfängt Lektorat und Akolythat

Am Tag vor dem Hei­li­gen Abend wur­de Andre­as Ragal­ler aus Münch­ham durch den Pas­sau­er Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB mit den Diens­ten des Lek­to­ren und Ako­ly­then beauf­tragt. Die­se Fei­er ist Teil der Vor­be­rei­tung auf den Emp­fang einer Wei­he in der katho­li­schen Kirche.

Zum ers­ten Mal zog der 46-jäh­ri­ge in der Sakris­tei die wei­ße Albe zu einem Got­tes­dienst an. Dann nahm er in der ers­ten Bank neben sei­ner Ehe­frau Mar­ti­na und sei­nen Kin­dern Simon, Leon, Aaron und Eli­sa Platz und war­te­te zusam­men mit drei Kan­di­da­ten aus dem Pries­ter­se­mi­nar auf den Ein­zug des Bischofs in die Pas­sau­er Stadt­pfarr­kir­che St. Paul in der Nähe des Dom­plat­zes, der coro­na-bedingt klei­ner als gewohnt ausfiel.

Nach den eröff­nen­den Wor­ten des Ober­hir­ten erfolg­te der Auf­ruf von Aus­bil­dungs­lei­ter Dia­kon Dr. Anton Cuf­f­a­ri: Andre­as Ragal­ler aus der Pfar­rei St. Mau­ri­ti­us, Münch­ham“, wor­auf die­ser vor den Bischof trat und mit einem Hier bin ich“ ant­wor­te­te. In sei­ner Pre­digt ver­band der Pas­sau­er Bischof die bei­den Diens­te: Der Lek­tor die­ne dem Wort Got­tes, wenn er die Lesung vorträgt.

Aber die­ser Dienst wird nur dann glaub­wür­dig, wenn der Vor­le­sen­de zuvor das Wort selbst kom­mu­ni­ziert, in sich auf­ge­nom­men hat.”

Bischof Stefan Oster

Wie der Lek­tor am Tisch des Wor­tes die­ne, so der Ako­ly­th am Tisch der Eucha­ris­tie. In der Kom­mu­ni­on, die ein Ako­ly­th aus­tei­len und zu den Kran­ken brin­gen darf, gesche­he auf ande­re Wei­se das­sel­be: Chris­tus wer­de kom­mu­ni­ziert, auf­ge­nom­men und so hin­ein­ge­nom­men in das Leben. Auch dafür brau­che es das Zeug­nis des­sen, der die­sen Dienst ausführt.

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Diakonatsanwärter Andreas Ragaller mit Dekan Joachim Steinfeld
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von links: Diakon Anton Cuffari, Diakonatsanwärter Andreas Ragaller, Bischof Stefan Oster

Nach der Pre­digtstil­le trat der Bewer­ber für den Stän­di­gen Dia­ko­nat zusam­men mit den Pries­ter­amt­skan­di­da­ten vor den Pas­sau­er Bischof. Die­ser beauf­trag­te zuerst zum Lek­tor und dann zum Ako­ly­then, indem er für die Kan­di­da­ten bete­te und ihnen anschlie­ßend Lek­tio­nar bzw. Hos­ti­en­scha­le und Kelch überreichte. 

Neben sei­ner Fami­lie wur­de Andre­as Ragal­ler von sei­nem Hei­mat­pfar­rer Peter Kie­weg beglei­tet, der mit fünf wei­te­ren Pries­tern kon­ze­le­brier­te. Auch Ruhe­stands­pfar­rer Georg Ebertse­der sowie die Erin­ger Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de Maria Gibis mit ihrer Toch­ter Pia nah­men an der Fei­er teil, genau­so wie der Sim­ba­cher Dekan Joa­chim Stein­feld. Im Pfarr­ver­band Sim­bach ist der Bewer­ber für den Stän­di­gen Dia­ko­nat seit Schul­jah­res­an­fang im Prak­ti­kum, das in Coro­na-Zei­ten nur unter erschwer­ten Bedin­gun­gen statt­fin­den kann und sich der­zeit auf die Mit­fei­er von Got­tes­diens­ten, Akti­vi­tä­ten auf Face­book und inter­ne Gesprä­che beschrän­ken muss. Der Sim­ba­cher Stadt­pfar­rer sieht die Lage aber gelas­sen: Es ist zur­zeit ein­fach, wie es ist: Alles ist beschränkt. Ich weiß aber um das gro­ße Enga­ge­ment von Andre­as in sei­nem Hei­mat-Pfarr­ver­band Ering und die vie­len Erfah­run­gen, die er dort bereits gesam­melt hat. Und auch bei uns wird es sicher noch aus­rei­chend die Mög­lich­keit geben, prä­sent zu sein und das ein oder ande­re mitzunehmen.“

Der Stän­di­ge Dia­ko­nat wur­de durch das II. Vati­ka­num erneu­ert. Die Dia­ko­nen­wei­he kön­nen auch ver­hei­ra­te­te Män­ner mit Fami­li­en emp­fan­gen. Die Stän­di­gen Dia­ko­ne arbei­ten Voll­zeit oder aber ehren­amt­lich neben einem ande­ren Zivil­be­ruf. Sie dür­fen in der Eucha­ris­tie pre­di­gen, hal­ten Tau­fen und Beer­di­gun­gen und sind vor allem das sehen­de Auge der Kir­che“ für die Bedürf­ti­gen in der unmit­tel­ba­ren Nähe.

Text: The­re­sia Hanreich